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Traditionen - Polnische Feiertraditionen

Alle wichtigere polnische Feste haben eine Zusammenhang mit den christlichen Traditionen. Polnische Feiern stammen nicht nur ab von dem christlichen Ritus, aber auch von gebräuchlichen und beibehaltenen Elementen der heidnischen Zeremonien. Diese Mischung verursachte, daß die heidnischen Traditionen sich mit den christlichen Traditionen verflechtet haben und denen einen neuen Sinn und ein Maß gegeben. Hierunter einige von den polnischen Sitten.

Advent - ist die Zeit des Fastens, der Andacht, des Gebets und des Gottesdienstes. Sie dauert vier Wochen und ist eine Warteperiode vor dem Weihnachten. In der Zeit macht man keine Partys und Festes. Es soll eine Zeit der Frömmigkeit und für Gebete den Toten sein, die in der Vergangenheit oft heimsuchten bei den Lebenden. In der Zeit von Advent werden immer noch morgens früh in alle Kirchen die sogenannten - Rotary anders Jutrznie - inständig Bittende Gottesdienste um den Hergang des Heilands abgefertigt.

Heiliger Abend (24. Dezember) - ist meistens der feierliche Abend des Jahres und beginn dem Weihnachten, die häufig zu den familiären Festen des Jahres gehören. Voll von Traditonen, gehobenen Stimmungen und Aufregungen.

Heiliger Abend soll auch mit Gerichten beitragen, die vorbereitet sind aus den Zutaten vom Feld, Obstgarten, Garten, Wald und Wasser. Ein festliches und feierliches Menü muß enthalten: Rotebetesuppe, Pilzensuppe oder Fischsuppe, unbedingt auf dem Tisch soll man eine Platte Hering finden, minimum ein Fischgericht - sehr populär ist Karpfen der auf verschiedene Art und Weise bereitet wird. Auf dem Tisch dürfen keine Gerichte aus Kohl, Kompott von getrockneten Obst, Nudeln mit Mohn auf süß, Mohnkuchen oder Mohn mit getrockneten Südfrüchte – die sogenannten “kutia” fehlen. Zum Weihnachtskuchen gehören Honigkuchen, Keks, Quarkkuchen, sonst auf dem Tich gehören auch Nüsse, Früchte und verschiedene Süßigkeiten.

Gottes Geburt - Weihnachten (25. Dezember) - in der Umgangssprache “Erste Weihnachtstag”, früher Godami, Godnimi oder Godnymi (Würdefest) genannt. Den Esten Weihnachtstag fängt mit der Teilnahme einem zeitigen Gottesdienst an. Am diesen Tag soll man sich von jeder Arbeit fernhalten. Früher veranstaltete man am diesen Tag keine größere Geselligkeiten und empfing keine Gäste, außer Familie. Heutzutage hält man sich kaum an den alten Gebote, das Fest wird doch sowie früher ruhig und gelassen im Familienkreis verbracht.

Heilige Szczepan (26. Dezember) - Zweite Weihnachtstag. Patron dem Tage ist der Heilige Szczepan, der erste christliche Märtyrer. Bisher, hauptsächlich in den Dörfer, weiht man Hafer ein, oder andere Getreidearten, während den Gottesdienst für das Gedächtnis über den Märtyrertot der Heilige, der gesteinigt würde. Zu Hause werden mit diesem Getreide die ganze Familie, Nachbarn und Bekannte überschüttet. Mit dem Tag des Heiligen Szczepans fängt die Zeit des Festes, Feiern, und Rundgänge der Liedersänger an, der sogenannte Karneval.

Weihnachten - feiert man ab IV Jh. und während die Jahrhunderte formten sich den volkstümlichen und religiösen Ritus. Einige von den sind schrittweise verschwunden, andere haben bis heute in eine rudimentäre oder bereicherne Form ausgehalten.

Auch verbindet man mit dem Weihnachten viele Traditionen. Wie zum Beispiel die nächste, die besagt, daß die Zahl der am Tisch sitzenden Personen immer gerade sein muß, da sonst ein der Familienmitglieder oder eine nahestehende Person für immer fort geht. Man soll jedes Gericht mindestens schmecken. Weinachtsabendessen hat man früher schweigsam genossen, man dürfte nicht eher den Tisch verlassen und die Löffel auf dem Tisch legen bevor alle fertig waren und wenn es nötig war, hat man die Löffels zwischen die Zähne gehalten. Nach dem Essen wurde den Tisch nicht aufgeräumt, alles blieb die ganze Nacht stehen, selbst stellte man eine Flasche Wodka dazu für die Seele der Toten. Nach dem Essen sang man Weihnachtslieder und denn später am Abend ging man zur Kirche auf Gottesdienst.

Die Traditionen haben sich etwas geändert, viele sind ganz verschwunden und nur einige haben bis heute bestanden. Heute verteilt man die Oblate vor dem Essen unter den Anwesenden, wobei jeder seine Wünsche ausspricht. Alle sollen jedes Gericht schmecken und an dem Tisch darf nicht einen Platz mit dem Besteck mehr sein für eine Person die unerwartet ist. Die Grundlage dafür ist, daß niemand am diesen Tag allein sein soll. Auch die Riten wie Weihnachtslieder singen und danach zur Kirche gehen, werden noch immer praktiziert. Am Heiligenabend werden auch Geschenke gegeben, früher haben nur die Kinder die Geschenke bekommen und meistens dort wo die Eltern Stadtbewohner waren und sich sowas leisten könnten. In einige Teile Polens werden die Häuser besucht durch umgekleideten Menschen die man Sternchen oder einfach Weihnachtssinger nennt.

Silvester (31. Dezember) / Neujahr (1. Januar) - noch im XIX Jahrhundert wurde Silvesterpartys meistens nur in den Städten und fast ausschließlich in den reichersten Häusern gefeiert. Heute sind die Bälle und Geselligkeiten als traditionell zu betrachten. Die Silvesterfeier wird meistens im Familienkreis oder mit den engsten Bekannten und den Freunden auf der Privatparty oder auch in der Disco, in den Restaurants, was man meistens schon längere Zeit vorher reservieren muß, verbracht. Es ist aber kein Zwang dieser so groß zu feiern. Man kann diese Nacht auch gemütlich vor dem Fehrnseher verbringen, die Tatsache ist es aber am diesen Tag nicht allein zu sein. Eigentlich ist es aber so, daß wir uns altpolnisch “do siego roku” (was alles gute bedeutet) wünschen, aber den Spaß wird auf europäisch gemacht, wir trinken den Sekt und in der Mitternacht begrüßen wir das Neujahr mit einem Feuerwerk.

Karneval – nach alter polnischen Art “zapusty” genannt, ist die Zeit ab Neujahr bis Aschermittwoch. Das ist die Zeit der Freuden, des Feierns und der Bälle, die die großen Fastenperiode vorausgeht.

Marzanna - Am vierten Sonntag der Fastenperiode gibt es einen Ritus von Vernichten. Eine Puppe, die man Marzanna, Morena oder Tot nennt, wird im Wasser eingetaucht oder verbrennt. Marzanna war ein Symbol des Winters und des Tods, von Krankheiten, von unterschiedlichen Bösen und von Leute die am Hungertuche nagen. Dieser Ritus soll erzeugen das die Frühling schneller kommt und wird bis heute praktiziert, aber viel weniger als früher. Die Marzanna wird nur noch hauptsächlich vom Kinder untergetaucht.

Palmsonntag - auch Blumen- oder Weidesonntag genannt, bildet die Anfang dem wichtigsten Kirchenritus, der eine direkte Verbindung mit dem Ostern hat. Am diesen Tag feiert die Kirche die triumphale Einfahrung des Christus nach Jerusalem. In Polen verbindet man mit den Palmen viele verschiedene Volksriten. Palmen werden aus dem Weidenbaum und aus anderen Pflanzen wie z.B. Eibenzweige, Heidelbeere, Buchsbaum, Immergrün und getrocknete Blumen gemacht und mit bunten Bänder verziert. Mit den in der Kirche einweihten Palmen, werden die Häuser, die Bauernhöfe und auch das Vieh in den Ställe gesegnet. Die Palme die oben bei der Decke hängt, soll einen Schütz gegen schlechte Einflüße, Zauberei, Unglück, Krankheiten und vor allem gegen Feuer sein. Die eingeweihten Palmen werden mit vorzüglicher Achtung aufbewahrt bis zum nächsten Ostern.

Große Woche - ist die letzte Woche der Fastenperiode, die die Größte Christliche Feier - “Christus’ Auferstehung” - vorausgeht und ist eine Periode von züchtigen, fasten und Gottesdienst. Am großen Mittwoch werden alle Kerzen ausgelöscht. Der Priester schlägt auf die Kanzel, was ein Zeichen ist für das Chaos was damals war, nachdem Christus gefaßt wurde. Karsamstag ist der Tag an dem man die Nahrung einweiht, aber auch das Wasser und das Feuer, die auch Zeichen für Ostern sind. Am diesen Tag, wenn man zur Kirche geht, nimmt man einen Korb mit der gefüllt ist mit z.B. Eier “Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Liebe und der Kraft”. Auch Brot, Salz, Pfeffer, Wurst, Rübe und Beilage. Es hängt viel ab von der Erfindungsgabe der Frauen.

Ostern - früher Pascha genannt, wurde als erste christliche Fest eingeleitet. Es wird gefeiert als Gedächtnisstütze für die Martern, den Tot und die Auferstehung des Christus. Das Fest der Aufentstehung am Karsamstag wird zelebriert mit einer Mitternachtsmesse oder eine Messe bei der Morgendämmerung am Großen Sonntag. Nach der Messe gehen alle nach Hause für ein festliches familieres Frühstück aus dem Korb den geweihten Osterspeisen und viele andere Speisen die meinstens einen Tag früher vorbereitet sind. Vor dem Festessen geht erst eine Zeremonie voraus, das verteilen und verzehren den geweihten Eier zwischen die Mitglieder der Familie.
Die geweihten Osterspeisen waren früher bekannt als die Überflüssigkeit dem Reichtum. In der Mitte auf dem Tisch stand damals Lamm. Heutzutage besteht das Ostern Frühstück aus kalten Gerichte, Fleisch, hartgekochten Eier und Kuchen. Auf dem Tisch muß unbedingt “weiße Wurst”, auch “polnische Wurst”genannt, gekocht oder gebraten stehen und die “żurek” Suppe. Festliche Kuchen, wovon die wichtigsten Ostern Napfkuchen, Mazurekkuchen und Käsekuchen sind, gehören auch dazu.

In der Feierzeit spielt man mit bunt gemälten Eier. Die Spiele beruhen sich auf Ostereier die über den Tisch gerollt werden oder mit den Eier zu pochen. Der Gewinner ist derjenige wessen Ei nicht kaputt geht. In einige Regionen von Polen, in dem man den Tag vorbereitet für die Überraschungen den Kinder, werden die sogenannten Osterhasen versteckt im Obstgarten, unter die Bäume oder irgendwo in der Gegend des Hauses.

Ostermontag - „Dyngus” - genannt, hat ein gesellschaftlicher und amüsanter Charakter. Der wichtigste Ritus des Montags war und ist noch immer den „Dyngus” geblieben. Die Namen śmigus und dyngus bedeuten zwei unterschiedliche Riten, die Erste war der sogenannte grüne und trockene śmigus, bei dem hat man sich mit grünen Weidenzweige geschlagen, die Zweite ist nasse dyngus, damit wird gemeint, daß man sich mit Wasser begießt. Es kommt oft vor, daß man von unbekannten Menschen auf der Straße begoßen wird.

Allerheiligen und Allerseelen (1. und 2. November) - sind Tagen zum Gedächtnis an alle gestorbene Menschen. Der erste November war als Tag “Allerheiligen” berührt. Das war ein fröhlicher Feiertag, was man sehen könnte auf die Art und Weise den liturgischen Gewänder, die auf dem Tag bei der Messe, genutzt wurden. Dem 2. November “Allerseelentag“ war eigentlich die richtige Gedächtnisfeier für die Toten (Gestorbenen). Das Fest hat mit der Kirchenliturgie im X Jahrhundert begonnen. Damals hatte man die Trauermesse für die Seelen den Gestorbenen. Die damalige Traditionen werden heutzutage durch Blumen ersetzt und auch Kerzen, die man auf den Gräber hinstellt und brennt. Jetzt sind brennende Kerzen ein Symbol von lebenden Gedächtnisse über die Gestorbenen, es sind auch Zeichen von Christus und das ewige Licht.

Andrzejki (30. November) - ist die Zeit der Voraussage für die Mädels über Liebe und Ehe. Die Voraussagen sind bekannt in alle Regionen Polens. Obwohl diese Riten in so ein großes Bereich bekannt waren, weiß man bis heute nicht woher die kommen. Alle Forschers stimmen überein, daß unabhängig von dem Ursprung, die Vorzeichen in den Tag des Heiligen Andrzejs sich entwickelt haben und letztendlich gestaltet sind auf dem Grund von christlichen Traditionen. In der katholischen Kirche schließt der Tag des Heiligen Andrzejs das Kirchenjahr ab. Danach fängt den Advent an.

In Polen zählen die Voraussagentraditionen schon einige Jahrhunderte. Niemals haben daran verheiratete oder ältere Frauen teilgenommen und sind auch die Jungs niemals eingeladen worden. Die meist bekannte und öfteste Voraussage die eingesetzt wurde, war das Vorzeichen was durch erhitzte Wachs oder Blei aus einem Loch in dem Schlüssel aufs Wasser gegossen wurde. An den Schatten auf der Wand, könnte man dann die mysteriösen Sachen dem Zukunftsbild sehen. Ähnliche Voraussage war Papier zu verbrennen und bewegliche Schatten auf der Wand zu beobachten. Von solchen und anderen Vorzeichen gab es eine unendliche Menge, die waren auch an Ort und Stelle entwickelt und hingen von dem Bedarf und die Fantasie den Mädels ab. Die Traditionen haben sich bis heute überstanden und sind noch immer populär, obwohl die heute nur ein Spaßcharakter haben.

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